Grapefruit – Wunderpille zum gesunden Abnehmen

Die Grapefruit gilt seit einiger Zeit als Wunderpille zum gesunden Abnehmen, welche durch Ihre Inhaltsstoffe die aufgenommene Nahrung über den Tag besser verwertbar macht.
Darüber hinaus sagt man Ihr eine Optimierung des Zuckerstoffwechsels (Insulinsensibilität) nach, dieses verbessert in Kombination mit Fitnesstraining die Fettverbrennung  und lässt so gesund die Pfunde purzeln.
Aber auch ohne Sport oder Diät profitieren bereits Millionen Menschen von den Vorteilen der Zitrusfrucht die in Fitnesskreisen auch als natürlicher Fatburner berühmt geworden ist.

Essen Sie sich immer satt und nehmen Sie trotzdem gesund ab, dass klingt traumhaft und es funktioniert tatsächlich, wenn man nur vor den Schattenseiten der Grapefruit nicht die Augen verschließt.
Aufgrund der enthaltenen Furocumarine können fatale Wechselwirkungen bei der Einnahme von Medikamenten entstehen, dieses resultiert aus einer Verringerung von Darmenzymen die zur Versetzung von diversen Medikamenten benötigt werden.

Der Konsum von Grapefruitsaft oder puren Grapefruits ist prinzipiell unbedenklich, wenn sie jedoch eine medikamentöse Einnahme von Herzkreislauf-, Antibiotika- oder Cholesterinsenkenden Produkten pflegen, sollten Sie dringend Ihren Hausarzt befragen ob der Konsum von Grapefruits bei Ihnen zu Wechselwirkungen führen kann.

Die Grapefruit – Wissenschaftlich erwiesene Vorteile auf einen Blick

  • Verbesserung des Fett- und Zuckerstoffwechsels
  • verbesserte Verstoffwechselung in der Leber
  • Senkung des Cholesterinspiegels
  • verringert die Insulin- und Blutzuckerkonzentration
  • Verbesserung der Durchblutung
  • gesteigerter Energieumsatz
  • Verringerung von freien Radikalen durch Ascorbinsäure (Vitamin C)

Die Grapefruit – Eine Südtropische Traubenfrucht der Zitruspflanze

Zum genauen Entstehung der Grapefruit gibt es bis heute mehrere Theorien – die einen behaupten das eine Zufallskreuzung im 18. Jahrhundert aus Pampelmuse und Apfelsine zur ersten Zucht der Grapefruit im Inselparadies Barbados geführt habe.
Die ersten Dokumentationen über den kommerziellen Anbau von Grapefruits finden sich erst im frühen 19. Jahrhundert (1823) – im amerikanischen Bundesstaat Florida wieder.
Zitruspflanzen wie Grapefruits bevorzugen zur idealen Reife Ihrer Früchte ein südtropisches Klima und werden seit jeher in Plantagen in den USA, Spanien, Zypern, Brasilien oder Israel angebaut.
Ähnlich wie Weintrauben reifen Grapefruits in einer weinrebenartigen, hängenden Form als Frucht – zur Namensbildung ist daher zu erwähnen, dass die Grapefruit wohl eine Zusammensetzung aus dem englischen Wort „grape“ (Traube) und „fruit“ (Frucht) darstellt  – da keine genaue Übersetzung des botanischen Namen „Citrus paradisi“ bekannt ist.

Grundsätzlich unterscheiden wir die zwei Sorten von Grapefruits:

Je nach Sorte enthält die Grapefruit eine unterschiedliche Färbungen der Schale oder des Fruchtfleisches.
Die Frucht besitzt einen Durchmesser von sieben bis fünfzehn Zentimetern und wird im Handel sowohl mit einer gelb-orangen als auch orangen-roten Schale verkauft.
Eine unterschiedliche Färbung des Fruchtfleisches, je nach Sorte (Marsh = weißes Fruchtfleisch; Ray Ruby = rotes Fruchtfleisch) hat jedoch keinen Einfluss auf den sehr saftigen und zugleich süß-bitteren Geschmack des Wundermittels der Natur zur gesunden Fettverbrennung.

Die Grapefruit – Ihre Inhaltsstoffe unter der Lupe

Eine Grapefruit liefert beim Verzehr pro 100g rund 50 Kcal (Kilokalorien), diese werden zum überwiegenden Teil aus der Kohlenhydratquelle des Einfach- (Monosaccharide) und Zweifachzucker (Disaccharide) bereitgestellt.
Bei einem Wasseranteil von weit mehr als achtzig Prozent ist es nicht verwunderlich, dass Grapefruits als ein sehr guter Lieferant für die Deckung des täglichen Vitamin C Bedarfs gelten.
Aber auch der deutlich erhöhte Gehalt des essentiellen Mineralstoffs Kalium in Grapefruits kann dabei helfen die körpereigene Energieproduktion bzw. die Regulierung des ordnungsmäßigen Zusammenspiels von Muskel- und Nervenzellen zu optimieren.

Informationen rund um das süße Früchtchen

Die handelsübliche Grapefruit liefert mit Ihren 300g, pro Frucht (pro 100g; 44g Vitamin C) bereits mehr als den 100mg umfassenden Tagesbedarf eines Erwachsenen.
Neben dem Schutz vor Infektionen erfüllt Vitamin C auch die wichtige Funktion der Erhöhung des guten Cholesterin (HDL).
Auch der überdurchschnittlich hohe Anteil Kalium von 180mg, pro 100g Grapefruit dient insbesondere Sportlern zu Verbesserung der körperlichen Fitness.
Kalium, als ein wichtiges Mineral und Elektrolyt, wirkt sich zusammen mit Natrium auf die Optimierung der Reizübertrag von Nervenzellen aus, indem es  die Bildung des Enzyms Pyruvatkinase im Energiestoffwechsel begünstigt.

Der tägliche Bedarf an Kalium entsteht beispielsweise dadurch, dass der Körper Kalium zur Einlagerung von Glykogen in die Muskelzellen benötigt und wir beim Schwitzen größere Mengen des Minerals über den Schweiß ausscheiden.
Symptome wie  Kopfschmerzen, anhaltende Erschöpfung und Muskelkräfte sind Anzeichen einer Unterversorgung des Körpers mit Kalium und Magnesium.
Der tägliche Bedarf an Kalium eines Erwachsenen liegt bei 2000mg.
Insbesondere Pilze, Trockenfrüchte, Gemüse und Kartoffeln sollten in der täglichen Ernährung nicht fehlen, da durch Sie eine gute Versorgung mit Kalium gewährleistet werden kann.

Grapefruit – Wunderpille zum gesunden Abnehmen

Wissenschaftlicher Exkurs – Der Einfluss der Grapefruit auf unseren Körper

Das Grapefruits und Ihr Grapefruitsaft nachweißlich einen positiven Einfluss auf die gesunde Fettverbrennung haben liegt einer Veränderung der  Stoffwechselvorgänge in der Leber zu Grunde.
Überwiegend ist Naringenin als Bitterstoff und wichtiges Antioxidans an der Beeinflussung von Signalproteinen im Leberstoffwechsel beteiligt.
Seine Aufgabe besteht darin die Leber auf Sparmodus zu programmieren und so zu erreichen, dass Fett anstatt Kohlenhydrate vom Körper abgebaut werden.
In Folge einer verstärkten Aktivierung der Proteine PPARa und PPARy erfolgt ein „aufzehren“ von Fettsäuren – mit anderen Worten der Fettsäuretransport wird erhöht und das gesunde Abnehmen, durch den körpereigenen Katabolismus angestoßen.

Vorteile der Grapefruit für den Körper #1 – Gesund Abnehmen mit dem Appetitzügler

Die in Grapefruits enthaltenen Bitterstoffe, wie beispielsweise Naringenin regen die Produktion von Verdauungssäften im Magen an, dieses führt zu einer schnelleren Signalisierung eines Sättigungsgefühls und in Folge dessen zu einer verringerten Nahrungsmengenaufnahmen.
Als Schlussfolgerung kann also festgehalten werden, dass Bitterstoffe die Essenslust senken[3].

Vorteile der Grapefruit für den Körper #2 – Grapefruitsaft und das Fett schmilzt

Im Jahr 2006 untersuchten die Wissenschaftler Ken Fujioka und Frank Greenway im Auftrag des Journal of Medicinal Food die Auswirkungen eines regelmäßigen Verzehrs von Grapefruits auf das Körpergewicht und die Insulinresistenz bei übergewichtigen Menschen[1].
Bei der Studie, in welcher 91 Übergewichtige Probanden jeweils dreimal täglich vor den Mahlzeiten entweder 237 ml Grapefruitsaft, Apfelsaft-Extrakt in Kapseln (entsprach 207 ml Apfelsaft pro Einnahme) oder die Hälfte einer frischen Grapefruit  verzehrten, brachte überraschende Ergebnisse.

Als Resultat der zwölf Wöchigen Studie konnte festgehalten werden, dass die Testgruppe, welche jeweils eine frische halbe Grapefruit vor der Mahlzeit zu sich nahm durchschnittlich 1,6 Kilogramm Körpergewicht verloren hatte.
Hingegen der Placebo-Gruppe (Apfelsaft-Extrakt), welche lediglich 0,3 Kilogramm Körpergewicht abbauen konnte schnitten die Probanden, welche jeweils 237 ml Grapefruitsaft konsumierten mit durchschnittlichen 1,1 Kilogramm Körpergewicht zwar deutlich besser ab, bewiesen jedoch damit auch das der Konsum einer halben Grapefruit wohl einen signifikant höheren Effekt auf den Stoffwechsel auswirkt, als purer Fruchtsaft.

Die Wissenschaftler maßen jeweils zwei Stunden nach der Einnahme der Mahlzeit den Glucose-Insulinspiegel der Probanden und konstatierten, dass dieser geringer ausfiel als ohne die Einnahme von Grapefruits.
Als Resümee der Wissenschaftler wurde jedoch auch festgehalten, dass der Gewichtsverlust nicht zwangsläufig lediglich durch die Einnahme von puren Grapefruits oder Grapefruitsaft erreicht wurden, sondern auch die verringerte Aufnahme von Nahrung zum gesunden Abnehmen geführt haben könne.
Zusammenfassend schlussfolgerten die Wissenschaftler jedoch, dass der Konsum von Grapefruits scheinbar einen Gewichtsverlust positiv beeinflussen könne.

Vorteile der Grapefruit für den Körper #3 – Der natürliche Cholesterin-Senker

In einer Studie des Journal of Agricultural and Food Chemistry aus dem Jahre 2006 stoßen Wissenschaftler eher zufällig auf die Cholesterin senkende Wirkung von roten Grapefruits[2].
Vornehmlich wollten Sie untersuchen, welche Auswirkungen die tägliche Einnahme einer halben roten Grapefruit auf Fettstoffwechselstörungen (Hypertriglyceridämie) bei Patienten mit Arteriosklerose (Arterienverkalkung) in den Herzkranzarterien hat und stellten dabei fest das sich ein Rückgang der Triglyceride im Blut (kurz Fettsäuren im Blut) um bis pro siebzehn Prozent einstellte.

Viel erstaunlicher war jedoch die Entdeckung, dass die Einnahme von roten Grapefruits anscheinend zu einer Senkung der Cholesterin-Konzentration (Hyperlipidämie) von bis zu fünfzehn Prozent im Blut führte.
Ähnliche Untersuchungen unternahm dieselbe Gruppe von Wissenschaftlern auch mit normalen Grapefruits, ohne das rote Fruchtfleisch und stellte fest, dass diese weniger reichhaltig an bioaktiven Verbindungen wie Antioxidantien seien und in Folge dessen auch den Spiegel an Triglyceride im Blut im geringeren Maße positiv beeinflussen als Grapefruits mit rotem Fruchtfleisch[2].

Vorteile der Grapefruit für den Körper #4 – Gesunder Regulator des Blutzuckerspiegels

Forscher der University of Western Ontario (Kanada) entdecken 2009 das der reichlich in Grapefruit vorkommenden sekundäre Pflanzenbestandteil Naringenin (Flavonoide) als natürlicher Regulator des Blutzuckers fundiert und damit eine ähnliche Aufgabenstruktur übernimmt, wie das anabole Hormon Insulin[3].

Naringenin ist laut neusten Untersuchungen der Evidenzbasierten Medizin (2013) in der Lage die Auswirkungen des anabolen Hormon Insulin hinsichtlich der Insulin-Resistenz zu verbessern und damit unteranderen auch Diabetes Patienten zu helfen eine geringere Empfindlichkeit gegenüber Insulin zu entwickeln[4].
Entsprechende Laborversuche bestätigten die Senkung des schlechten LDL-Cholesterin durch Naringenin, indem die Leber daran gehindert wird, Lipoproteine (Fett-Transportprotein) abzusondern, dieses Protein schleust normalerweise Fette mit geringer Dichte durch die Leber und sorgt so für die Erhöhung des Cholesterin-Spiegel im Blut[3][4].

Vorteile der Grapefruit für den Körper #5 – Veränderung der subjektiven Wahrnehmung

Eine ungewöhnliche und zugleich auch erschreckende Studie unter der Leitung von Dr. Alan Hirsch von der Smell and Taste Treatment and Research Foundation (Chicago, USA) beschäftigte sich im Jahr 2008 mit der Frage ob durch den Duft von Grapefruits die subjektive Wahrnehmung verändern kann.
Von den insgesamt 37 Teilnehmern, sollten 16 Teilnehmern die unter dem Einfluss einer mit Grapefruit parfümierten Atemmaske standen, dass Alter von unterschiedlichen Models auf Fotographien bestimmen[5].
Als Ergebnis dokumentierte Dr. Alan Hirsch, dass Models im Durchschnitt drei bis sechs Jahr jünger geschätzt wurden, wenn die Probanden unter dem Einfluss von Grapefruitduft standen.
Finanziert wurde die Untersuchung von einem Parfümhersteller aus New York (Harvey Price Perfumes and Colognes), dieser beschränkt sein Angebot auf Produkte mit natürlichen Duftstoffen. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass die Testergebnisse aufgrund einer späteren Marktimplementierung eines neuen Duftstoffes bereits mit der Finanzierung der Studie als gesetzt galten.
Grapefruit – Gesund Abnehmen mit unerwünschten Wechselwirkungen

Grapefruit – Gesund Abnehmen mit unerwünschten Wechselwirkungen

Auch wenn Grapefruits viele Vorteile für das gesunde Abnehmen und die Fettverbrennung bieten sind die gängigen Wechselwirkungen mit Medikamenten des täglichen Lebens den meisten Menschen eher unbekannt – doch damit macht Fit mit Plan jetzt Schluss!
Sind Grapefruits also gefährliche Massenmörder oder handelt es sich dabei doch nur um eine von Pharmakologen missverstandene Zitruspflanze?
Bereits seit zehn Jahren ist bekannt, dass es zu Wechselwirkungen mit Medikamenten in Folge der Einnahme von Grapefruitsaft oder puren Grapefruits kommt.
Zuerst standen die vermehrt auftretenden Bitterstoffe der Grapefruit unter Verdacht die gefährlichen Nebenwirkungen zu erzeugen, doch neuste wissenschaftliche Studien verweisen auf eine Reduktion von wichtigen Verdauungsenzymen.

In der folgenden Zusammenfassung möchten wir die häufigsten Wechselwirkungen von Grapefruits mit Medikamenten vorstellen.
Sollten Sie unter Ärztlicher Betreuung einer medikamentösen Behandlung unterliegen, sollten Sie zur eigenen Absicherung mit Ihrem behandelnden Arzt absprechen, ob ein gesundheitliches Risiko für Sie beim Verzehr einer Grapefruit pro Tag besteht!

Die Grapefruit – Achtung: Wechselwirkungen der Natur #1 – Verstärkte Wirkung der Antibabypille

Hartnäckig hält sich seit der Einführung der Antibabypille (im Volksmund nur Pille genannt) im Jahre 1960 die angebliche Unwirksamkeit des Wirkstoffs Estradiol im Zusammenhang mit dem Verzehr von Grapefruits[7][8].
Entgegen der gängigen Meinung verringert der in Grapefruits enthaltende sekundäre Pflanzenstoff „Naringenin“ nicht die Wirkung der Pille, weil das verdauungsabbauende Enzym, welches diese Einschränkung auf das Sexualpräparat auswirken würde in verringerter Form nach dem Verzehr von Grapefruits produziert wird.
Natürlich entstehen dadurch auch Nachteile wie zum Beispiel die vermehrte Überleitung des Wirkstoffs Estradiol in das Blut, dieses erhöht oftmals die gängigen Nebenwirkungen wie Brustspannungen und anhaltende Müdigkeit[6][7][8].

Die Grapefruit – Achtung: Wechselwirkungen der Natur #2 – Verstärkte Wirkung von Koffein

Gerade Fitnesssportler, welche vor dem Training einen sogenannten Trainingsbooster einnehmen sollten beachten, dass diese oftmals über einen erhöhten Koffein-Anteil verfügt und sich dieser durch den Konsum von Grapefruits nochmals verstärkt.
Bereits in einer Studie aus dem Jahre 1996 untersuchten Wissenschaftler die Auswirkungen eines Konsums von Grapefruitsaft auf den Stoffwechsel in Verbindung mit dem Konsum von Koffein.
Neben einer stündlichen Dokumentation des Blutdrucks wurde auch die Herzfrequenz der 10 Probanden mit den Daten einer Zweiten Gruppe verglichen, welche lediglich Wasser und Koffein anstatt Grapefruitsaft und Koffein konsumierten[9].
Das Ergebnis schloss Anhand der Koffeinkonzentrations-Zeitverlauf-Kurve unter Betrachtung der Vitalwerte der Probanden einen direkten Zusammenhang von Grapefruitsaft und Koffein aus[9].

Eine Studie der South Dakota State University aus dem Jahre 2003 untersuchte die Auswirkungen der Einnahme von 200mg Koffein mit und ohne der zusätzlichen Einnahme von 100 mg bzw. 200 mg des in Grapefruits enthaltenen Enzyms Naringin auf den Stoffwechsel und die Herzfrequenz.
Nach der Einnahme der jeweiligen Koffein und Naringin Kombination wurden innerhalb eines Zeitraums von acht Stunden, zu jeder halben Stunde die Herzfrequenz, der Blutdruck, der Koffeinspiegel im Blut und die Stoffwechselrate in Ruhe gemessen[11}.
Auch wenn der bloße Konsum von Koffein die Stoffwechselaktivität der Probanden zu Gunsten eines erhöhten Grundumsatzes positiv beeinflussen konnte zeigte die zusätzliche Einnahme von Naringin keine weitere Erhöhung des Energieverbrauchs des Körpers.
Die Wissenschaftler wiesen jedoch darauf hin, dass der Einfluss des in der Grapefruit enthaltenen Enzyms Auswirkungen auf den Koffeinmetabolismus (Demethylierung) habe und dieses womöglich durch das Enzym CYP1A2 erreicht wird[10].
Aufgrund der Tatsache, dass die in Grapefruits enthaltenen Furocumarine zu einer Verringerung von Darmenzymen führen kann die Wirkung von Koffein durch den zusätzlichen Konsum von Grapefruits verstärkt werden und bietet daher für Koffein empfindliche Menschen erhebliche Risiken.

Die Grapefruit – Achtung: Wechselwirkungen der Natur #3 – Beeinträchtigung von Medikamenten

Achtung bei der Einnahme von Bluthochdruckmedikamenten welche den Arzneistoff Aliskiren enthalten. Es kann in Folge einer gleichzeitigen Einnahme des Medikaments und Grapefruits über den Tag bzw. einmal am Tag zu einer verringerten Konzentration des in den Bluthochdruckmedikamenten vorkommenden Wirkstoffs kommen[13].
Im Jahre 2012 untersuchten Wissenschaftler des European Journal of Clinical Pharmacology die Auswirkungen einer veränderten Funktionseigenschaft des Anion-Transsportpeptids OATP1A2 im Zusammenhang mit dem Verzehr von Grapefruitsaft[11].
Durch die vermehrte Aufnahme des Flavonoidglykosid Naringin, welches unteranderen als Bitterstoff auch in der Grapefruit enthalten ist kommt es im Darm zu einer Hemmung des Anion-Transportpeptid OATP1A2, dieses führt zu einer Reduktion der Konzentration des Wirkstoffs um bis zu fünfzig Prozent des normalwertes.
Kurz und knapp gesagt es gelangt weniger Wirkstoff als benötigt in den Organismus und der Blutdruck kann nicht im ausreichenden Ausmaße, wie vom Arzt Verordnung, gesenkt werden[11].
Auch andere Medikamente die Beispielsweise mit den Wirkstoffen Fexofenadin (Medikament zur Einnahme bei saisonalen Heuschnupfen) oder Talinolol (wirksame Substanz zur Behandlung von Bluthochdruck) enthalten sind können an Ihrer therapeutischen Wirkkraft verlieren[13][15][16].
Einige Produkte, wie beispielsweise Nisoldipin (Blutdruckmedikament) erhöhen sogar die Herzfrequenz ohne dabei tatsächlich Auswirkungen auf den Blutdruck zu verursachen – betroffene Patienten berichten hier von einer „Inneren Unruhe“[16].


Aber auch bei vielen anderen Medikamenten können sich Wechselwirkungen bei der gleichzeitigen Einnahme mit Grapefruits ergeben.

Eine verstärkende Wirkung von Medikamenten ist ebenfalls bei Produkten mit dem Wirkstoff Targretin – auch als Bexaroten bekannt – erwiesen, dieser findet sich beispielsweise in Medikamenten zur Behandlung von Infektionen (Rifampicin) und der Reduktion von Fettanteilen im Blut (Cholesterinsenker = Gemfibrozil) wieder.
Gerade für Männer im reiferen Alter birgt der Einsatz von Viagra nicht nur eine längere Erektionszeit, sondern zeitgleich auch schmerzhafte Probleme wenn die Dauererektion in Folge einer Wechselwirkung des Wirkstoffs Pimozid Orap stundenlang nicht abklingt oder sogar Herzrhythmusstörungen durch kardinale Ereignisse einher geht[13].
Für Verunsicherung sorgte lange Zeit auch die post-transplantive Medikamenteneinstellung bei Patienten mit einer Spenderniere, weil einzelne Wirkstoffe wie beispielsweise Sirolimus durch das enthaltene Naringin (der Grapefruit) eine verstärkte Wirkung erhielten und sich negativ auf den Blutfett-Wert (Hyperlipidämie) auswirken[14].

Fitness Rezept: Der süß-bittere Feldsalat mit Scampi & Grapefruit

Die Scampi in einer Pfanne zusammen mit dem Walnussöl Goldbraun anbraten.
Während die Scampi in der Pfanne bei mittlerer Hitze brutzeln sollte der Feldsalat unter fließenden Wasser abgespült und anschließend geputzt werde.
Zur schnelleren Trocknung des Salats empfiehlt sich der Einsatz einer Salatschleuder.
Mit einem scharfen Messer sollte nun die Grapefruit über der Salatschlüssel mit dem Feldsalat filetiert werden damit kein Grapefruitsaft verloren geht.
Schnittlauch und Petersilie fein schneiden und mit den geraspelten Mandeln in die Schale geben und anschließend alles vermengen.
Abschließend die Scampi auf dem Salat garnieren und mit dem restlichen Walnussöl veredeln.

Zutaten: 30g Feldsalat, 200g Scampi, 1 EL Walnussöl, Petersilie, Schnittlauch, 1 Grapefruit, 1 TL geraspelte Mandeln

Abschließende Worte zur Zitrusfrucht mit den Fettverbrennenden Superkräften

Eine Zitruspflanze namens Grapefruit spalte die Nation – so oder so ähnlich könnte die Überschrift zum Resümee über die Vor- und Nachteile der Zitrusfrucht klingen.
Auf der einen Seite stehen wissenschaftlich erwiesene Vorteile für das gesunde Abnehmen in Kombination mit einer verbesserten Verstoffwechselung des Körpers, auf der anderen Seite stehen lebensgefährliche Wechselwirkungen von Medikament zur Behandlung von Zivilisationskrankheiten.
Viele Studien unterstreichen zeitgleich eine Verbesserung des Zuckerstoffwechsels und eine Senkung des Cholesterinwertes in Folge der vermehrten Aufnahme von Naringenin (Flavonoide), welches die Leber daran hindert, das Lipoproteine (Fett-Transportprotein) abzusondern.

Für alle diejenigen, welche nicht unter Medikamentöser Einstellung Ihres Hausarztes stehen stellen Grapefruits und deren Einnahme keinerlei Gefahr da.
Für alle derjenigen, welche aus gesundheitlicher Sicht von Ihrem Hausarzt zu einer Einnahme von Medikamenten geraten wurde, sollte mit diesem besprechen ob die enthaltenen Wirkstoffe Wechselwirkungen beim Konsum von Grapefruits hervorrufen können.
Aus gesundheitlichen Aspekten sind sowohl die erhöhten Anteile an Kalium, als auch des enthaltenen Vitamin C förderlich für die eigene Vitalität.
Abschließend darf nicht vergessen werden, dass die Einnahme der Grapefruit lediglich über einen längeren Zeitraum zur positiven Regulation von Enzymen und damit zu einer dauerhaften Fettverbrennung mit und ohne den zusätzlichen Einsatz von Sport herangezogen werden kann[6][7][8][11].

Sollten Sie hierzu noch Fragen, Kritik oder Anregungen haben, verwenden Sie bitte die Kommentarfunktion.

In diesem Sinne:
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Quellenangaben:

  • The Effects of Grapefruit on Weight and Insulin Resistance: Relationship to the Metabolic Syndrome [1]
  • Red Grapefruit Positively Influences Serum Triglyceride Level in Patients Suffering from Coronary Atherosclerosis:  Studies in Vitro and in Humans [2]
  • Naringenin Prevents Dyslipidemia, Apolipoprotein B Overproduction, and Hyperinsulinemia in LDL Receptor–Null Mice With Diet-Induced Insulin Resistance [3]
  • Naringenin inhibits adipogenesis and reduces insulin sensitivity and adiponectin expression in adipocytes [4]
  • Can You Smell Younger? [5]
  • Nebenwirkungen der Antibabypille [6]
  • Naringenin [7]
  • Antibabypille [8]
  • Influence of grapefruit juice on caffeine pharmacokinetics and pharmacodynamics [9]
  • Researchers study metabolic, cardiovascular effects of caffeine consumed with naringin [10]
  • Intestinal OATP1A2 inhibition as a potential mechanism for the effect of grapefruit juice on aliskiren pharmacokinetics in healthy subjects [11]
  • Polymorphisms in Human Organic Anion-transporting Polypeptide 1A2 (OATP1A2) [12]
  • Das Long QT-Syndrom im Kindes- und Jugendalter [13]
  • Hyperlipoproteinämie [14]
  • Nisoldipin [15]
Foto im Artikel “Grapefruit – Wunderpille zum gesunden Abnehmen”: (c) fotolia, Tim UR ; (c) fotolia, Voyagerix

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Kommentare

  1. Steffi schrieb am 3 Januar 2015 um 15:02

    Umfangreich und leicht verständlich.
    Infos die man im Alltag nicht einfach so serviert bekommt.
    Ich mag außerdem die Art wie die Texte geschrieben sind, es wird so niemals trocken oder langweilig. Profis halt 😉

  2. Hey Andi, hast dich ja echt gesteigert!
    Weiter so
    Gruß, Ole

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