Disc Golf – Der Frisbee-Trendsport für mehr Fitness

Disc Golf ist der aufkommende Trendsport für all diejenigen, welche spielerisch Ihre Fitness mit mehr Bewegung verbessern möchten. In den Staaten bereits fest seit den 70er-Jahren als Frisbeesportspiel etabliert, wird auch hierzulande Disc Golf immer attraktiver als sportliche Freizeitbeschäftigung[1].

Doch wie gelingt es Disc Golf sich wirklich von anderen abwechslungsreichen Freizeitbeschäftigungen abzuheben – um dieses zu klären, beschäftigen wir uns zunächst mit der Entstehungsgeschichte des Sports.

Disc Golf – Entstehung und Geschichte der Frisbee

Disc Golf ist ein Frisbeesportspiel, welches erstmals in den späten 70er Jahren des 20. Jahrhunderts als eine Abwandlung des klassischen Golfsports durch den Marketing Chef Ed Headrick des Spielzeugherstellers „Wham-O“ an Verbreitung gewann[2][3].
Seine Namensgebung schreibt man dem Frisbee allerdings der amerikanischen Kuchenbäckerei „Ma Frisbie’s Pie Baking Company“ (1870) zu, diese produzierte mehrere tausend Apfelkuchen in einer Metallform am Tag.
Innerhalb kürzester Zeit nahmen sich Studenten der dortigen Universität der leeren Metallformen an und begannen damit, sich die leeren „Kuchenbleche“ zuzuwerfen anstatt sie wegzuwerfen.

Erst in den vierziger Jahren entwickelte Fred Morrison, ursprünglich als Freizeitsportartikel für seine Kinder, einen Frisbee aus Kunststoff – so versprach er sich bessere Flugeigenschaften als zuvor[4][5].
Im Zuge der raschen Verbreitung des Frisbee verkaufte Fred Morrison sein Patent im Jahre 1957 an den amerikanischen Spielzeughersteller „Wham-O“, welcher die Kommerzialisierung der „Pluto-Platte“ einleitete[4].
Das Strandspielzeug erhielt seinen endgültigen Namen jedoch erst als Rich Knerr, einer der Geschäftsführer der „Wham-O“, im Jahre 1959 den Ausdruck „Frisbie/Frisbee“ für die Bezeichnung einer fliegenden Scheibe unter dem Handelsname „Frisbee“ eintragen ließ[4].

Der Marketingleiter des Spielzeugherstellers „Wham-O“ Ed Headrick – auch „Steady Ed“ genannt – entwickelte im Rahmen seiner beruflichen Tätigkeit verschiedene Frisbeesportspiele:

  • Double Disc Court [6]
  • Guts [11]
  • Ultimate – Frisbee [7]
  • Discdogging (Dog-Frisbee) [8]
  • Frisbee-Baseball
  • Friskee [10]
  • KanJam [9]
  • Disc Golf [1]
  • Frisbee Weitwurf
  • Freestyle

Disc Golf – Vom Freizeit- zum Turniersport

Nach der anfänglich schnellen Verbreitung von Disc Golf war für „Ed Headrick“ klar, er muss einen Schritt weitergehen um einen wahren Trendsport zu kreieren.
Im Jahr 1976 gründete er deshalb die Professional Disc Golf Association (PGDA) – auch wenn bereits zuvor 1970 und 1972 die ersten Meisterschaften in Rochester (USA) ausgetragen wurden – und entschloss sich dazu, Disc Golf weltweit als Turnierspiel zu etablieren[12].
Die ersten Internationalen Meisterschaften (Europameisterschaft seit 1997) im Disc Golf werden seit 1982 ausgetragen[1].
In Deutschland richtet der im Jahre 1986 gegründete Deutsche Frisbeesport Verband (DFV) seit jeher deutsche Meisterschaften aus[2][13].

Disc Golf – Das Spielprinzip kurz Erklärt

Beim Disc Golf geht es darum, einen festgelegten Parcours – dieser ist oftmals mit Hindernissen versehen – in möglichst wenigen Würfen zu absolvieren.
Bis auf wenige Ausnahmen wird immer von der Position weitergespielt, von der das zuletzt geworfene Frisbee liegen geblieben ist – hierbei ist irrelevant, in welcher ungünstigen Position es sich befindet. Am Ende jedes Disc Golf Parcours werden sämtliche Wurfversuche addiert und anschließend als Gesamtergebnis der Runde zusammengerechnet.
Dafür stehen dem Spieler vier unterschiedliche Typen von Disc Golf Scheiben zur Verfügung.
Für längere Würfe verwendet man einen Distance- oder Fairway Driver, für mittelweite Entfernungen zum Frisbeekorb verwendet man entweder eine Midrange Scheibe oder einen sogenannten Putter.

Disc Golf eignet sich für jung und alt, aber auch für gesundheitlich benachteiligte Menschen ist diese Trendsportart eine ideale Möglichkeit, an der frischen Luft ihre Fitness zu verbessern.
Entgegen anderer Sportarten spielt beim Disc Golf die körperliche Statur des Spielers eine geringere Rolle, da es hier fast ausschließlich auf die korrekte Abwurftechnik und weniger auf Kraft ankommt[12].

Disc Golf – Hier befinden sich Parcours in Deutschland

Hauptsächlich verbreitet ist Disc Golf neben den Staaten überwiegend in Canada, Schweden, Norwegen, Finnland und Deutschland[1][14].
Zum harten Kern der Disc Golf Spieler in Deutschland zählen laut dem Deutschen Frisbeesport Verband mehr als 2.000 Mitglieder, diese stellen jedoch nur einen geringen Teil der Freizeitsportler dar, welche tatsächlich auf einem der 70 Disc Golf-Anlagen in Deutschland die Disc schwingen[13].

Jeder Interessierte Freizeitsportler, der diese Alternative zum klassischen Frisbeesport einmal ausprobieren möchte, bieten wir hier einen Auszug der aktuellen Disc Golf Parcours in Deutschland.
Disc Golf Parcours in Deutschland
Der perfekte Trainingsplan für eine straffe Oberkörpermuskulatur

Beim Disc Golf ist eine gute Körperhaltung sehr wichtig für eine effiziente Wurftechnik – wer seine Scheibe möglichst weit werfen möchte, sollte daher seine Oberkörpermuskulatur trainieren.
Insbesondere beim Abwurf des Frisbee entsteht eine erhöhte Belastung auf die Rumpf-, untere Rücken- und Bauchmuskulatur, diese kann mit einem gezielten „Core-Training“ im heimischen Wohnzimmer gestärkt werden.

Core-Training – Übung #1 – Unterarmstütz

Für die Ausführung des „Unterarmstütz“ ist es wichtig, dass zunächst eine liegende Position auf dem Bauch eingenommen wird und anschließend der Oberkörper auf die Unterarme gestützt wird.
Die Unterarme sollten parallel zueinander liegen und sich annähernd auf Schulterhöhe befinden – sodass die Hände zur Faust geballt nach vorne aufgelegt werden können.
Im Rahmen der gesamten Trainingsübung sollten lediglich die Unterarme und die Fußspitzen den Boden berühren um die Spannung auf die Bauchmuskulatur zu verstärken.
Die Unterarmstützen sollten für vierzig Sekunden à drei Sätze gehalten werden.

Core-Training – Übung #2 – Seitstütz

Mit der Trainingsübung „Seitstütz“ wird eine konstante Körperspannung von Kopf bis Fuß erreicht, dieses stärkt unter anderem die Rückenmuskulatur im Bereich des dritten, vierten und fünften Lendenwirbels (Rückenstrecker)[15].
Zunächst wird eine Seitenlage für die rechte Seite eingenommen – hier zeigen die Unterarme nach vorne und die Ellenbogen befinden sich unterhalb der Schulter, die Beine sind leicht gebeugt, die Knie befinden sich übereinander, die Hüfte ist fast durchgestreckt.
Der Oberkörper sollte in sich aufgerichtet werden und kann, durch das auflegen des freien Arms auf die Hüfte, stabilisiert werden.
Die Seitstütz sollten pro Seite für jeweils vierzig Sekunden à drei Sätze gehalten werden.

Core-Training – Übung #3 – Sit-Ups

Für das Training der Bauchmuskulatur bieten sich Sit-Ups an, diese sind auf dem heimischen Teppichboden einfach und ohne weitere Hilfsmittel auszuführen.
Zunächst bewegen wir uns in die Ausgangsposition – hierfür setzen wir uns mit angewinkelten Beinen (etwa 90 Grad) auf den Teppichboden.
Im Anschluss verschränken wir unsere Arme hinter dem Kopf und senken unseren Oberkörper soweit in Richtung Boden, bis die Rückseite unserer Handflächen fast den Boden berühren.
Jetzt ist es wichtig, dass die Brust in Richtung der Knie bewegt wird – hierbei sollte darauf geachtet werden, dass der Kopf nicht durch die Arme nach vorne gezogen wird.
Immer wenn du die Sit-Ups in der Aufwärtsbewegung ausführst, solltest du ausatmen und anschließend beim Absenken einatmen, dies verstärkt die Muskelspannung der Bauchdecke.
Es sollten jeweils für drei Sätze zwischen zwölf und fünfzehn Wiederholungen absolviert werden.


Disc Golf – Ein Resümee zur Wurfscheibenkultur

Beim anhaltenden Fitness-Boom in Deutschland finden sich immer mehr Menschen, die sich mit unterschiedlichen Freizeitaktivitäten bemühen, Ihre Fitness und Lebensqualität zu verbessern.
Disc Golf stellt insbesondere der Oberkörpermuskulatur und dem kardiovaskulären Kreislaufsystem eine anabole Wirkungsweise im Rahmen der sportlichen Aktivität an der frischen Luft zur Verfügung[16].
Durch eine routinemäßige Körperspannung beim Abwurf der Disc Golf Scheibe wird nicht nur die Konzentrationsfähigkeit sondern eben auch die Fitness verbessert[14].

Bei den meisten Disc Golf Parcours ist es möglich, Frisbee-Scheiben bereits für eine Tagesgebühr von drei Euro zu entleihen – gerade zum Anfang der Disc Golf Karriere benötigen die meisten Spieler lediglich eine Scheibe (Driver).
Diese ist auch bereits ab einem Preis von rund fünfzehn Euro im Handel verfügbar[1][13][14].
Der wohl größte Vorteil von Disc Golf gegenüber anderen Trendsportarten sind die verhältnismäßig geringen Einstiegs- und Folgekosten – da in den meisten Fällen lediglich eine Tageskarte für den jeweiligen Parcours erworben werden muss (in der Regel zwischen einem und drei Euro).
Als echtes gesellschaftliches Highlight sollte jeder Freundeskreis Disc Golf definitiv einmal ausprobiert haben.
Solltest Du hierzu noch Fragen, Kritik oder Anregungen haben, verwende doch bitte die Kommentarfunktion.

In diesem Sinne:
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Quellenangaben:

  • Discgolf [1]
  • Professionelle Disc Golf – Freizeit- & Wettkampfsportanlagen [2]
  • Frisbee [3]
  • Frisbee [4]
  • Walter Frederick Morrison [5]
  • Double Disc Court [6]
  • Ultimate [7]
  • Discdogging [8]
  • KanJam [9]
  • Friskee [10]
  • Guts [11]
  • Brief History of Disc Golf [12]
  • Deutscher Frisbeesport Verband [13]
  • Professional Disc Golf Association [14]
  • Lumbalpunktion (Liquornpunktion) [15]
  • Kardiovaskulär [16]
Fotos im Artikel “Disc Golf – Der Frisbee-Trendsport für mehr Fitness”: (C) fotolia, Catalin Petolea ; (C) PGDA
Titelbild im Artikel “Disc Golf – Der Frisbee-Trendsport für mehr Fitness”: (C) PGDA

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Kommentare

  1. Jörg Farwick schrieb am 24 Juni 2015 um 15:41

    Hallo !!
    Ein sehr schöner Beitrag
    Nur eine grosse Discgolfanlage mit 24 Körben habt ihr vergessen.
    Lünen mit 24 Körben

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